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Musik und die Drogen

Ich liebe Musik. Schon von klein auf war ich begeistert von den Produktionen grosser Künstler aus den verschiedensten Genres. Ich liebte es so sehr, dass ich auch selbst anfing Musik zu machen. Damals hatte ich als kleines Kind nur ein Spielzeug Keyboard und einen Discman. Obwohl ich 1998 geboren wurde, konnte ich noch die ein oder andere nostalgische Sache miterleben. Später holte ich mir mein erstes DAW für 20Fr. auf meinem iPhone 4, kurz darauf fing ich an mit dem gratis Tool Garageband und nun bin ich hier und bediene voller Freude täglich das Logic Pro X auf meinem MacBook Pro und iMac. Da nun jeder Musik produzieren kann, findet man relativ viele Menschen auch in nächster Umgebung, die ebenfalls selbst Musik machen. Nun, da ich schon mit 14 den grössten Teil meiner Freizeit in die Musik steckte, war ich noch der Einzige, der in meiner Umgebung eine DAW bedienen konnte. Die Zeit verging und wir wurden alle älter. Der ein oder andere fing an zu rappen und somit schlugen wir ein neues Kapitel in unserem Leben auf: Selbstdefinition und Persönlichkeitsentwicklung. Wie viele neugierige Jugendliche erforschten die Meisten das erste Mal den Wald der verbotenen Früchte: Zigaretten, Drogen, Alkohol. Ich weiss nun nicht in welchem Jahr du dies liest, noch ist aber Cannabis eine grundsätzlich illegale Droge. Wie dem auch sei, ich bin nicht unbedingt extrem gegen Drogen. Ich habe einfach für mich rausgefunden (ohne mich durchzuprobieren), dass ich keine illegalen Substanzen brauche in meinem Leben. Aber natürlich - alle sollen das in ihrem Leben machen, was sie für sich selbst richtig halten. Somit war ich nicht genug interessiert daran in diesen frühen Phasen des Erwachsenwerdens Gras auszuprobieren. Doch bei den anderen wurde es teilweise sogar zum Lebensinhalt. Weitere Jahre vergingen und nun sitze ich hier und bin 20 Jahre alt. Musik liebe ich genau so sehr wie schon vor Jahren auch und werde es noch viele weitere tun. Das Ding ist nur, dass die meisten Musiker aus meiner Umgebung Drogen konsumieren. Dies macht mir persönlich nichts aus und unter diesen Leuten habe ich auch sehr enge Freunde - super tolle Menschen. Das Problem ist nur, dass ich nicht in diese Welt gehöre und auch nicht gehören will. Für viele ist Musik machen das Gleiche wie Party machen. Alkohol trinken, am Joint ziehen, eine Line ballern, Pillen reinschmeissen und feiern. Obwohl, es gibt auch sehr Ambitionierte die unter Drogeneinfluss ebenfalls produktiv an der Musik arbeiten - so lange, wie halt ihr Kopf und ihr Körper das mit machen. Alles schön und gut, nur ist der Konsum oftmals solch ein grosser Lebensinhalt, dass wir uns automatisch sozial distanzieren, weil wir nicht in den gleichen Kreisen verkehren. Und wie nun angesprochen, weil gefühlt jeder irgendetwas konsumiert ist es schwierig für mich, wiiiiiiiirklich wirklich enge Freunde in diesem Business zu finden. Eben, für mich ist es weniger ein Problem, dass die Leute konsumieren was sie halt konsumieren. Diese Tatsache erschafft nur eine Barriere, wegen der wir nicht noch eine tiefere Ebene der Freundschaft und Liebe erreichen können, obwohl wir schon so sehr die gleiche Liebe teilen - die Musik.

 

 

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